Der Weg der Musikwerke vom Komponisten zum Interpreten
Die Aufgabe eines Musikverlags besteht darin, die musikalischen Gedanken der Komponisten in eine für die Interpreten gut lesbare, inspirierende und gut nutzbare Form zu bringen; für die Bekanntmachung, Verbreitung und rechtmäßige Nutzung der Werke zu sorgen. Mit der Erfahrung von drei Vierteljahrhunderten im Rücken erfüllen wir diese ehrenvolle Aufgabe kompetent, engagiert und mit Begeisterung.
Wir danken den Komponisten und Musikpädagogen dafür, dass sie uns die Betreuung ihrer Werke anvertrauen.
Papp, Lajos

Lajos Papp (1935 – 2019) war ein international bekannter Komponist, Pianist und Musikpädagoge mit zahlreichen Werken bei Editio Musica Budapest. Das berühmte Klavier-ABC und viele weitere pädagogische Werke, die er vor allem für Klavier, aber auch für andere Instrumente und Kammerensembles schrieb, werden weltweit von Musikschülern und Musiklehrern gespielt und geschätzt.
Lajos Papp wuchs in einer musikbegabten Familie als Sohn eines Einzelhändlers in Debrecen auf. Er studierte am Musikkonservatorium in Debrecen und erhielt im Jahr 1960 sein Diplom für Komposition an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Er begann seine berufliche Laufbahn als Klavierlehrer und Lehrer für Musiktheorie, wobei er im Laufe der Zeit ein immer größeres Interesse an Musikpädagogik entwickelte.
Anfangs war er an der Entwicklung neuer Fachstrukturen und Lernmaterialien beteiligt. 1963 komponierte er auf Wunsch das Pflichtstück für den internationalen Cello-Wettbewerb in Budapest. Dies inspirierte ihn zur Komposition eines großen Cellokonzerts, das im März 1965 an der Franz-Liszt-Musikakademie uraufgeführt wurde. 1966 veröffentlichte er das größer besetzte Werk Dialogo per pianoforte ed orchestra, mit dem er laut Kritikern seine eigene Stimme als Komponist gefunden hatte. Von 1971 bis 1973 studierte er mit einem Kompositionsstipendium an der Basler Musikakademie und ließ sich anschließend in Oldenburg nieder. Von da an war er als Musiklehrer an der Musikschule in Oldenburg tätig und komponierte hauptsächlich musikpädagogische Werke. Auf Grundlage seiner jahrelangen Unterrichtserfahrung und durch Anregungen von Kollegen entwickelte er in dieser Zeit seine bekannte und erfolgreiche zweibändige Instrumentalschule, das Klavier-ABC, die bis heute von Schülern gespielt wird.
In Lajos Papps pädagogischer Methode spielen die ungarische Volksmusik sowie die Volksmusik anderer europäischer Nationen eine zentrale Rolle. Er komponierte viele bekannte Klavierbände für Kinder, wie Der himmelhohe Baum, Der goldene Schlüssel und Der Steinhauer und der Räuber Hotzenplotz.
Seine Popularität wird nicht nur durch die Tatsache bestätigt, dass zahlreiche Musikwettbewerbe nach ihm benannt wurden.
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